Carrot Layer Cake mit Salzkaramell
- vor 23 Stunden
- 5 Min. Lesezeit
Rezept für 2 Backformen mit 18 cm Durchmesser
Alternativ kannst du aus dem Rezept auch einen großen Kuchen mit 26 cm Durchmesser backen
Saftiger Carrot Layer Cake mit cremigem Frischkäse-Frosting – optional veredelt mit Salzkaramell und kleinen Schleifen aus Karotten.
Ein klassischer Karottenkuchen im Gewand eines modernen Layer Cakes – super hübsch, besonders saftig und mit viel Aroma. Die Böden sind wunderbar weich und bekommen durch warme Gewürze ihre typische Tiefe. Dazu passt das cremige Frischkäse Frosting perfekt. Wer mag, kann den Carrot Layer Cake zusätzlich mit Salzkaramell toppen und ihn als besonderes Highlight mit Karotten-Schleifen dekorieren.


Equipment für den Carrot Layer Cake
2 Backformen mit 18 cm Durchmesser (oder optional nur eine Springform mit 26 cm Durchmesser, wenn du einen großen Kuchen backen willst)
Backpapier
Rührschüsseln
Handrührgerät/ Küchenmaschine
Reibe (feine Seite für Möhren)
Zutaten
Teig:
225 g Mehl
100 g gemahlene Mandeln
3 TL Backpulver (ca. 12 g)
2 TL Zimt
¼ TL Muskatnuss
½ TL Salz
410 g Möhren (vor dem Schälen gewogen! Ergibt ca. 300 g fein geraspelte Möhren)
1 EL Zitronensaft
230 ml Sonnenblumenöl
220 g brauner Zucker
5 Eier (Zimmertemperatur)
80 g Joghurt, 3,8 % Fett (Zimmertemperatur)
60 g Pekannüsse oder Walnüsse, grob gehackt
Frosting Variante 1:
Für die Layer Cake Variante mit zwei Böden. Das Frosting bietet durch einen etwas höheren Butteranteil mehr Standfestigkeit bei gestapelten Böden. Es reicht für eine Schicht zwischen den Böden, einen dünnen äußeren Einstrich (half naked) und ggf. noch Tupfen/Deko oben.
250 g Butter
130 g Puderzucker
250 g Frischkäse
1 EL Zitronensaft
Frosting Variante 2:
Perfekt zum Verteilen auf einem großen Kuchen mit 26 cm Durchmesser. Da hier die Stabilität nicht ganz so wichtig ist, reduziere ich in dem Fall den Anteil der Butter etwas.
100 g Butter (Zimmertemperatur)
100 g Puderzucker
300 g Frischkäse (Zimmertemperatur)
1-2 EL Zitronensaft
Optionales Topping (wie auf den Bildern): Salzkaramell
110 g Zucker
45 g Butter
40 g Sahne
75 g Frischkäse
¼ TL grobes Meersalz
Optionale Deko: Karotten-Schleifen
2–3 lange Karotten
200 g Zucker
200 ml Wasser
Zubereitung
Zuerst den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Boden zweier Springformen mit 18 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen. Die Ränder sehr dünn einfetten. Für ein besonders sauberes Ergebnis kannst du auch die Ränder mit Backpapierstreifen auskleiden.
Nun die Möhren vorbereiten: Dafür die Karotten mit der feinsten Seite der Reibe sehr fein raspeln. Je feiner die Möhren, desto saftiger wird später der Kuchen. Anschließend die geraspelten Möhren mit einem Esslöffel Zitronensaft vermischen und kurz beiseite stellen.
In einer separaten Schüssel die trockenen Zutaten miteinander vermengen. Dafür Mehl, gemahlene Mandeln, Backpulver, Zimt, Muskat und Salz gründlich mischen, sodass sich die Gewürze gleichmäßig verteilen. In einer großen Rührschüssel nun Öl, Zucker und Eier mit einem Handrührgerät oder einer Küchenmaschine etwa 2 Minuten lang cremig aufschlagen, bis die Masse heller und leicht luftig wirkt. Danach den Joghurt hinzufügen und nur kurz unterrühren, bis sich alles gut verbunden hat.
Jetzt die vorbereiteten trockenen Zutaten zur Eiermasse geben und nur so lange unterheben, bis ein glatter, homogener Teig entsteht. Achte darauf, den Teig nicht zu lange zu rühren. Anschließend die geraspelten Möhren sowie die gehackten Nüsse hinzufügen und ebenfalls nur kurz unterheben, bis alles gleichmäßig im Teig verteilt ist.
Den fertigen Teig in die vorbereiteten Formen füllen und die Formen ein- bis zweimal leicht auf die Arbeitsfläche klopfen, damit eventuelle Luftblasen entweichen können. Die beiden Kuchen auf mittlerer Schiene backen. Die zwei 18 cm Formen brauchen etwa 50 Minuten. (Wenn du nur einen Kuchen in einer großen Springform backst, verlängert sich die Backzeit auf ca. 60 Minuten). Jeder Ofen backt etwas unterschiedlich – deswegen unbedingt eine Stäbchenprobe machen: bleibt kein Teig mehr am Holzstäbchen haften, ist der Kuchen fertig.
Den Kuchen anschließend aus dem Ofen nehmen und vollständig in der Form auskühlen lassen. Erst danach vorsichtig herauslösen und mit dem Frosting bestreichen.
Solange der Kuchen auskühlt, kann das Frosting vorbereitet werden. Beide Varianten des Frostings werden nach der gleichen Methode hergestellt. Dafür ist es wichtig, dass alle Zutaten Zimmertemperatur haben – so wird die Creme besonders glatt und lässt sich später perfekt verstreichen. Zuerst die weiche Butter zusammen mit dem Puderzucker in eine Rührschüssel geben und mit dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine ca. 3 Minuten lang cremig aufschlagen. Die Masse sollte deutlich heller und luftig werden.
In einer separaten Schüssel den Frischkäse ganz kurz glatt rühren, damit keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Anschließend den Frischkäse esslöffelweise zur Buttercreme geben und jeweils nur kurz unterrühren. So bleibt die Creme stabil und verbindet sich optimal. Nicht zu lange rühren, sonst besteht die Gefahr, dass das Frosting gerinnt.
Zum Schluss den Zitronensaft hinzufügen und nur ganz kurz unterrühren, bis eine glatte, cremige Masse entsteht. Achte wieder darauf, das Frosting nicht zu lange zu schlagen! Das fertige Frosting kann direkt verwendet werden. Wenn du den Kuchen als Layer Cake zubereitest, dann bestreiche den ersten Boden mit der Creme und stelle ihn anschließend kurz in den Kühlschrank, damit die Schicht leicht anziehen kann. So bleibt dein Layer Cake super stabil, wenn du den zweiten Boden aufsetzt.
Optional kannst du noch ein Salzkaramell als Topping für den Layer Cake herstellen. Für die Zubereitung Zucker und Butter gemeinsam in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Dabei den Topf nur leicht schwenken, aber nicht umrühren. Nach und nach beginnt der Zucker zu karamellisieren und nimmt eine goldbraune Farbe an. Sobald ein gleichmäßiges Karamell entstanden ist, die Sahne vorsichtig hinzufügen. Dabei entsteht heißer Dampf – also am besten etwas Abstand halten. Die Mischung nun unter Rühren so lange weiter erhitzen, bis sich alles wieder zu einer glatten, homogenen Sauce verbunden hat.
Anschließend den Frischkäse hinzufügen und so lange unterrühren, bis eine cremige, gleichmäßige Konsistenz entsteht. Das Karamell dann vom Herd nehmen und mit grobem Meersalz abschmecken. Das fertige Salzkaramell in ein sauberes Glas oder einen Spritzbeutel füllen und vollständig abkühlen lassen. Im Kühlschrank gelagert wird es fester, lässt sich aber jederzeit wieder geschmeidig machen.
Optional kannst du zusätzlich eine Schleifen-Deko aus Karotten herstellen. Diese zarten Karotten-Schleifen sind ein wunderschönes, essbares Highlight und verleihen deinem Carrot Cake eine ganz besondere, elegante Optik. Mit etwas Geduld lassen sie sich ganz einfach selbst herstellen.
Zuerst die Karotten vorbereiten. Dafür am besten zwei bis drei möglichst lange, gerade Karotten verwenden. Mit einem Sparschäler in sehr dünne, lange Streifen schneiden. Je feiner die Streifen sind, desto besser lassen sie sich später formen. Damit die Karotten biegsam werden, werden sie anschließend sanft in einem Zuckersirup gegart. Dafür Wasser und Zucker in einem kleinen Topf kurz aufkochen, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat. Die Karottenstreifen hineingeben und für etwa 3 bis 5 Minuten leicht köcheln lassen, bis sie weich und flexibel sind. Sie sollten sich wie Leder biegen lassen, dabei aber nicht zu weich oder matschig werden.
Die Streifen vorsichtig aus dem Sirup nehmen und kurz abtropfen lassen. Anschließend auf Backpapier oder eine Silikonmatte legen und sofort formen, solange sie noch warm und geschmeidig sind. Für die typische Schleifenform kannst du die Enden locker übereinanderlegen und bei Bedarf mit Zahnstochern oder gefalteter Alufolie fixieren, damit sie ihre Form behalten.
Nun werden die Schleifen getrocknet. Dafür den Ofen auf 70–90 °C Umluft einstellen und die Karotten für etwa 45 bis 90 Minuten trocknen lassen. Wichtig ist eine niedrige Temperatur, damit sie nicht bräunen, sondern langsam fest werden. Sobald die Schleifen trocken, leicht glänzend und stabil sind, können sie aus dem Ofen genommen und vollständig abgekühlt werden. Tipp: Für einen besonders schönen Glanz kannst du die geformten Schleifen vor dem Trocknen noch leicht mit etwas Zuckersirup oder einem klaren Likör bepinseln. Dadurch entsteht nach dem Trocknen eine feine, glänzende Schicht, die zusätzlich für Stabilität sorgt.



